Erkennen statt Lernen

Es faellt mir auf, dass, wenn ich in Kontakt mit fremden Menschen komme, manchmal Unterhaltungen zu Tage treten, die sich um das Lernen ringen. Wozu lernen? Das frage ich mich wirklich. Denn Lernen ist im Grunde nichts anderes als das Aufsaugen fremder Erfahrungen, um diese dann indoktrinierend zu den eigenen zu machen oder schlicht nur hinzuzufuegen. Erkennen ist viel wichtiger. Denn nur, wenn ich erkenne, kann ich meinen Horizont erweitern und nicht in dem ich lerne, was ein anderer in sich hineingestopft hat. Wem nutzt es, wenn er meine Erfahrungen studiert, durch erzaehlendes Hineinsaugen oder filterndes Befragen? Weder ihm noch mir. Denn schliesslich kann er doch fast nix damit anfangen, wenn er von den Inhalten bisher noch nichts weiss. Nur, wenn gewisse Aspekte ihn beruehren, kann er sie nutzend mit eigenen Nachforschungen zu seinen Inhalten verwerten, wenn ihn die Erkenntnis beseelt, etwas gefunden zu haben, das ihn weiter bringt. Es gibt so viele, die sich an Meister halten, seien es Philosophen oder Idole der modernen Gesellschaft und beissen sich so richtig an ihnen fest, dass sie quasi zu Klonen ihrer aufgesaugten Modelle werden und dann nicht mehr erkennen koennen, was sie selbst sind. Wenn dagegen an Inhalten und Lehren etwas erkannt wird und Teile dessen nur genutzt werden, um das eigene Weltbild, den eigenen Glauben oder den eigenen Horizont zu erweitern, dann geschieht dies in sinnvollem Gang des eigenen Pfades. Denn dieser sollte nicht verlassen werden, will man nicht als Kopie enden. "Ach ein zweiter Einstein". Erkenntnis ist viel wichtiger als das zu lernen, was ein anderer lehren koennte. Erkenne aus der Lehre, doch lerne sie nicht. Wer das Einfache sucht, tut nicht gut daran, es beim Komplizierten finden zu wollen.





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